Vorsicht Glosse – Aus dem Lebens des Louis Löschnix Teil 9

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Hey Ho, hier ist Louis. Der Löschnix von der Freiwilligen Feuerwehr.
Ich war neulich mal bei der Jugendfeuerwehr. Also nur gucken, nicht mitmachen. Ich bin da mit einem ganz neuen jugendlichen Frischegefühl abends wieder nach Hause gekommen. Die haben für die Wettkämpfe geübt, also den Bundeswettbewerb, wie mir das der Gemeindejugendwart erklärt hat. Da muss die Gruppe eine Angriffsübung mit 3 C-Rohren möglichst fehlerfrei und innerhalb eines Zeitlimits machen und dann noch einen Staffellauf mit Feuerwehrstationen zwischen den Laufstrecken. Das sah schon ganz gut aus, wie die Kinder und Jugendlichen das so gemacht haben. Ich hatte nach dem Zugucken auch echt weniger Bedenken um unseren Nachwuchs in der Feuerwehr. Da sind schon echt schnelle Jungs und Mädels dabei gewesen.

Und das Betreuerteam hat da auch echt fit mitgeturnt. Aber am meisten hab ich gestaunt, wie unser früherer Gemeindejugendwart beim Staffellauftraining mitgerannt ist. Der ist ja locker so alt wie ich, aber beim Thema Fitness deutlich besser dabei als der alte Louis.

Ich wüsste aber sofort, welche Funktion ich bei der Angriffsübung ausüben würde. Ich wäre Maschinist! Da weiß ich was ich zu tun habe. Okay, vielleicht würde ich noch Melder machen, das ginge auch noch. Da müsste ich nur einmal irgendwie trockenen Fußes über den Wassergraben kommen... Hmm obwohl, ich bleibe lieber beim Maschinist, basta!
Alle anderen müssen ja über den Wassergraben und dann noch über eine Hürde, eine Leiterwand oder durch einen Kriechtunnel. Und das machen die Jungs und Mädels vom Wasser- und Schlauchtrupp auch noch mit einem Schlauchpaket oder einer B-Kupplung in der Hand.
Die Knoten vorne könnte ich alle machen. Und das sogar recht schnell. Aber zum Knotengerüst muss ja auch hingerannt werden, nee nee, da bin ich wahrlich zu alt für.
Und ich bin sowieso empfindlich geworden. Das Herumgewusel der Kinder, das durcheinander Gequatsche in der Umkleide und im Auto. Und so hektisch und neugierig sind die manchmal. Wobei neugierig eher wissbegierig heißen müsste und das ist ja gut so, wenn man sich schon für ein so spannendes Hobby wie die Feuerwehr entschieden hat. Da bin ich den Betreuern sehr dankbar, dass sie das so voller Elan machen und die Kinder motiviert für die Feuerwehr interessieren.