Vorsicht Glosse – Aus dem Lebens des Louis Löschnix Teil 12

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Taddaaa, hier ist Louis Löschnix von der Freiwilligen Feuerwehr.

Ich war heute nur kurz beim Chef im Büro, aber dann hat mich die Neugier mal eine Etage höher verschlagen. Da lag Musik in der Luft. Die Männer von unserem Musikzug waren drauf und dran den ein oder anderen Klassiker und auch moderne Titel zu tröten und klopfen. Naja, ich wurde dann gleich erstmal korrigiert, dass es sich hier nicht um Tröt- und Klopfinstrumente, sondern um Blas- und Schlaginstrumente handele.

Unser Musikzug ist zwar mit aktuell nur 8 aktiven Musikern an Schlagzeug, Saxophonen, Klarinetten und Tuba sehr überschaubar, aber zusammen mit den Kollegen aus Kaufungen machen die schon echt was her auf der großen Bühne.
Einige Lieder kannte ich ja noch, das waren eher so die klassischen Melodien und Märsche. Zwei Kids von der Jugendfeuerwehr kamen dann dazu und waren ganz begeistert, einen neueren Titel zu hören den sie auch kannten.
Der Dirigent, also der Vorsitzende, weil der spielt ja selbst mit und fuchtelt nicht nur mit dem Stäbchen rum, sagte mir dann, dass sich Orchester und Musikzüge ja schon lange von dem angestaubten Image verabschiedet hätten.
Spätestens seit David Garrett die Geige als modernes Instrument für alle Altersklassen attraktiv gemacht hat, sei dies ja auch medial präsent geworden.

Ich finde ja, die Jungs vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr in Wacken, die Wacken Firefighters ganz groß. Die sind ja erst Anfang August wieder auf der ganz großen Bühne gewesen, als sie das Wacken Open Air eröffnet haben.
Ich hab mir dann mal den Chef vom Musikzug geschnappt und ihn gefragt, ob ich da auch mitmachen könnte. Also grundsätzlich harpert es bei mir nur an zwei Dingen für ein musikalisches Engagement, wie wir dann festgestellt haben. Erstens, spiele ich nicht einmal Zuhause die erste Geige und zweitens auch sonst kein Instrument.
Die Zielgruppe für neue Musiker sei aber sonst sehr weit gefasst. Ob jung oder alt, Mann oder Frau, das sei alles sehr offen.
Mir kam dann die Idee, was Neues zu wagen: Vielleicht könnten wir ja neben den klassischen deutschen Orchesterinstrumenten auch mal etwas aus dem fernen Ausland integrieren.
So eine Kendang oder eine Conga, das sind Trommeln aus Indonesien und Kuba, das wäre mal toll. Oder ein Musiker mit Dudelsack, egal ob mit oder ohne Schotten-Rock. Oder vielleicht jemand mit einer Bombarde? Das ist eine Art Oboe aus dem französischsprachigen Raum, habe ich gelernt. Ganz klasse fände ich aber auch eine karibische oder afrikanische Marimbula, so eine Holzbox auf der man sitzt und die fast wie ein Xylophon funktioniert.

Da war der Chef vom Musikzug auch begeistert von. Und er meinte, ich solle doch einfach mal interessierte Musiker dazu einladen. Also "all interested international musicians with exotic Instruments, just come and visit us to join music". Das hat mir der Jugendwart übersetzt, ich bin da ja nicht so multilingual begabt.
Aber toll würde ich es auch finden, neue deutsche oder ausländische Musiker hier begrüßen zu können.