Eine interessante Gefahrgutübung

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Zu einer Gefahrgutübung trafen wir uns am Samstag 08.10.2016 am Feuerwehrhaus. Geplant war ein Beginn um 09:30 Uhr.
Doch man sollte sich bereits früher sehen. Um viertel vor neun wurden unsere Meldeempfänger ausgelöst.
„Ölspur in der Ortslage, war die Durchsage. Ein größeres Fahrzeug, ein LKW oder ähnliches, hatte quer durch Lohfelden eine Dieselspur gezogen. Etwa zwei Kilometer mussten mit Neutralisierungsmittel abgestreut werden.

Mit einer Stunde Verspätung konnte dann auch unsere geplante Übung am Gefahrgutcontainer des Landkreises Kassel beginnen.
Als Gefahrgut bezeichnet man im Zusammenhang mit dem Transport im öffentlichen Raum Stoffe, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren für Leben und Gesundheit von Menschen, Tiere und Sachen ausgehen können und die aufgrund von Rechtsvorschriften als gefährliche Güter einzustufen sind.
Zuerst wurde der Container in Augenschein genommen. Die unterschiedlichsten Szenarien können daran abgearbeitet werden. Flüssigkeiten oder Gase können durch Löcher, Risse, Flanschundichtigkeiten usw. austreten. Um den Gefahrstoffaustritt besser darstellen zu können, ist das Beimengen verschiedenfarbiger Lebensmittelfarben möglich.
Der austretente Stoff sollte schnellstens aufgefangen werden, um damit die Umwelt nicht oder nur gering zu gefährden. Weiterhin muss die Austrittöffnung, soweit wie möglich, verschlossen oder abgedichtet werden.



Nach zwei ausgedehnten Übungen folgte ein weiterer Realeinsatz. PIN – Person in Notlage. Dieser Einsatz stellte sich aber nach dem Ausrücken als ein Fehleinsatz heraus, sodass die Übungsunterbrechung dann zur Mittagspause wurde. Das „Hotel zur Post“ mit dem Besitzer Hans – Jürgen Fehr, spendierte uns die Mittagsmahlzeit. Hier nochmals herzlichen Dank von allen Teilnehmern der Übung, denen es sehr gut geschmeckt hat.
Nach dem Mittag wurde noch weiter geübt. Um 16 Uhr beendeten wir den Übungstag.
Der Gefahrgutcontainer des Landkreises Kassel, den unsere Abteilung Ausbildung für zwei Wochen besorgt hatte, konnte dadurch ausgiebig von unserer Wehr genutzt werden. An freien Tagen, an denen von uns nicht daran geübt wurde, nutzten die Feuerwehren aus Fuldabrück und Söhrewald die Chance, ebenfalls Erfahrungen daran zu sammeln.